Künstliches Kniegelenk

Nach ausgeschöpfter konservativer Therapie besteht bei entsprechendem Leidensdruck der Patienten die Möglichkeit einer Versorgung mit einem künstlichen Gelenk.

In Abhängigkeit von Ausmaß und Lokalisation des Arthrosegrades werden verschiedene Knieprothesen implantiert. Grundsätzlich gilt auch hier der Grundsatz, nur die verschlissenen Gelenkanteile zu ersetzen.

Folgende Prothesenmodelle stehen zur Verfügung:

Künstliches Kniegelenk 1

Bikondylärer Oberflächenersatz

Knie TEP (Totalendoprothese)

Die arthrotisch veränderten Gelenkanteile an Ober- und Unterschenkel auf Innen- als auch Außenseite, teilweise auch die Rückfläche der Kniescheibe, werden entfernt und durch einen künstlichen Gelenkanteil, welcher aus Metall besteht, ersetzt. Die beiden Metallkomponenten (meist aus Titan oder Kobalt-Chrom-Legierung) werden über ein Kunststoffinlay (Polyethylen) auf Distanz gehalten.

Die Standzeiten dieser Prothesen sind sehr gut. Die 10-Jahres-Überlebensrate wird in der Literatur mit 90- 95% beschrieben.
In Deutschland werden jedes Jahr über 150.000 künstliche Kniegelenke implantiert.

Unikondylärer Oberflächenersatz

Schlittenprothese

Bei einer Schlittenprothese wird nur ein Teil d.h. das innere oder äußere Gelenkkompartiment des Kniegelenkes ersetzt.

Der Eingriff ist weniger invasiv, so dass alle Kniegelenksbänder (Kreuzbänder und Seitenbänder) erhalten werden und damit der Bewegungsablauf des Gelenks kaum verändert wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich postoperativ weniger Komplikationen zeigen. Jedoch sind die Standzeiten einer Schlittenprothese schlechter als die einer Knie-TEP.

Künstliches Kniegelenk 2
Künstliches Kniegelenk 3

Achsgeführte Prothese

Bei nicht mehr stabilen Bandverhältnissen und / oder ausgeprägten Fehlstellungen des Kniegelenkes in der Frontalebene bedingt durch  X- oder O-Beine ist die Implantation einer achsgeführten Knieprothese notwendig. Besonderheit dieser Prothese ist eine mechanische Koppelung der beiden Komponenten und eine Verankerung mit längeren Stielen in Ober- und Unterschenkel.

Oft werden achsgeführte Knieprothesen auch im Revisionsfall implantiert.

Allgemeine Informationen zu Ihrem Impftermin:

Corona-Impfungen in unserer Praxis

Für unsere Patient:innen ab 18 Jahren bieten wir Boosterimpfungen mit Moderna und BioNTech an.
Gemäß der aktuellen Empfehlung der STIKO, können wir die Boosterimpfung nun bereits 3 Monate nach der Zweitimpfung durchführen.


Bitte bringen Sie zum Impftermin die ausgefüllten Aufklärungsbögen und Anamesebögen in zweifacher Ausfertigung mit.