Stabilisierung Schultergelenk
Operation Schulterluxation

Die Entscheidung zur operativen Stabilisierung der Schulter ergibt sich aus der Diagnose und dem Beschwerdebild des Patienten. Vereinfacht kann gesagt werden, dass sich unfallbedingte Schulterinstabilitäten eher als anlagebedingte Schulterinstabilitäten für die operative Stabilisierung eignen. Dies betrifft sowohl die unfallbedingte Erstluxation als auch Folgeluxationen, die sich aufgrund des Unfalles entwickeln. Der Grund liegt darin, dass das Unfallereignis primär gesunde Kapsel-Bandstrukturen schädigt, welche folglich auch wieder gut rekonstruiert werden können, während bei anlagebedingten Instabilitäten die Qualität der Kapsel-Bandstrukturen selbst das Problem darstellt.

Grundsätzlich wird zwischen arthroskopischen und offenen Schulterstabilisierungen unterschieden. Ziel beider Techniken ist es, die Pfannenrandlippe (Labrum) wiederherzustellen und das Gelenkkapselvolumen zu reduzieren.

Die arthroskopische Operation eignet sich ideal für Patienten, bei denen es im Rahmen eines Unfalls zu einer Ablösung der Pfannenrandlippe gekommen ist und bei denen die Gelenkkapsel noch nicht zu sehr ausgesackt ist. Hierbei werden im Rahmen einer Schultergelenkspiegelung mehrere abbaubare Fadenanker in den Pfannenrand eingebracht, an welchen die abgerissene Pfannenrandlippe und die Kapsel festgenäht werden können.

Nach der Operation muss die betroffene Schulter für vier Wochen in einem abnehmbaren Verband (Gilchrist-Verband) ruhiggestellt werden. Aus dem Verband heraus erfolgen schon rasch nach der Operation regelmäßige krankengymnastische Übungsbehandlungen, um einer Einsteifung der Schulter entgegenzuwirken. Die Bewegungsausmaße werden dabei zum Schutz der Nähte zunächst begrenzt. Die Rückkehr zur Arbeit richtet sich nach den arbeitsplatzspezifischen Belastungen, bei Überkopfarbeit muss mit einer Arbeitsunfähgkeit von zwei bis drei Monaten gerechnet werden. Auch der Zeitpunkt der Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten sollte von der sportartspezifischen Schulterbelastung abhängig gemacht werden.

Refixation der vorderen Gelenklippe (Labrum).