Rekonstruktion mediales patellofemorales Ligament
Operation Patellaluxation

Das mediale patellofemorale Ligament (=MPFL) ist neben der knöchernen Form einer der wichtigsten Faktoren, welcher für die Stabilität der Kniescheibe (Patella) in ihrem Gleitlager (Trochlea) verantwortlich ist. Anatomische und biomechanische Studien zeigen die enorme Bedeutung des MPFL´s als wichtigste Bandstruktur welche die Kniescheibe insbesondere in strecknaher Position (10°-20° Beugung) stabilisiert. Das MPFL verläuft vom medialen (inneren) Rand der Patella bis zu der Innenseite der Oberschenkelrolle.

Bei einer Patellaluxation bzw. Kniescheibenverrenkung kommt es in nahezu allen Fällen zu einer Läsion des MPFL´s, so daß die Rekonstruktion dieser Struktur einen essentiellen Bestandteil einer erfolgreichen operativen Therapie darstellt.

In der Regel wird dabei eine körpereigene Sehne (Grazilissehne) entnommen oder gestielt (Quadrizepssehne). Die Sehne wird in anatomisch korrekter Position an der Innenseite der Kniescheibe fixiert und zur Innenseite des Oberschenkelknochen gezügelt und dort meist mit einer bioresorbierbaren Schraube befestigt.

Die Rehabilitationszeit ist, verglichen mit früher durchführten offenen Operationsmethoden, deutlich verkürzt. Postoperativ empfehlen wir eine Teilbelastung des operierten Beines für 3-4 Wochen. Der Bewegungsumfang kann schmerzorientiert langsam gesteigert werden. Der Einsatz einer motorisierten Bewegungsschiene (CPM-Schiene) und einer Patellaführungsorthese ist u.E. sinnvoll.