Dekompression Schulter
Endoskopisch subacromiale Dekompression / ESD
Kalkentfernung
Entfernung äusseres Schlüsselbeinende / OP nach Mumford

Führt die intensiv durchgeführte konservative Therapie nicht zum Erfolg, besteht beim mechanischen Impingement-Syndrom die Indikation zur operativen Behandlung. Das Operationsprinzip ist die Erweiterung des subakromialen Raumes, durch den die Rotatorenmanschette läuft und in dem sich ein Schleimbeutel (Bursa subacromialis) befindet.

Diese Dekompression beinhaltet eine Entfernung des Schleimbeutels über der Rotatorenmanschette, das Abtragen der knöchernen Veränderungen am Schulterdach und ggf. die Einkerbung und Verschmälerung des Schulterdachbandes, welches den Subakromialraum nach vorne begrenzt. Je nach Befund können diese Operationsschritte ergänzt werden, zum Beispiel durch eine Entfernung des äußeren Schlüsselbeinendes bei der Schultereckgelenksarthrose oder durch eine Kalkentfernung bei der Kalkschulter. Wenn möglich, wird diese Operation arthroskopisch, also im Rahmen einer Schultergelenkspiegelung, vorgenommen. Gegenüber der offenen Operation mit einem großen Schnitt ergeben sich durch diese minimal-invasive Technik Vorteile wie geringeres Operationstrauma, weniger Schmerzen, ein ansprechenderes kosmetisches Ergebnis und eine schnellere Rehabilitation.

Die Nachbehandlung richtet sich nach der Größe der Operation. Meist ist die Ruhigstellung der Schulter in einem Gilchrist-Verband (Klett-Verband) nur eine Woche erforderlich. Bereits ab dem ersten Tag nach der Operation beginnt ein krankengymnastisch angeleitetes Übungsprogramm im schmerzfreien Bereich. Die Rückkehr zur Arbeit ist meist nach drei bis vierWochen möglich, bei Überkopfarbeit muss mit etwa der doppelten Zeit gerechnet werden. Der Zeitpunkt der Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten sollte von der sportartspezifischen Schulterbelastung abhängig gemacht werden.