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Allgemeines

Der Fußschmerz zählt zu den häufigsten Beschwerden, mit denen ein Patient einen Orthopäden aufsucht. Im Laufe des Lebens tritt bei ca. ¾ der Bevölkerung ein Fußschmerz auf. Gründe für die Entstehung eines solchen Schmerzes liegen oft im Tragen von falschem Schuhwerk oder in einer vererbten oder entwickelten Fußfehlstellung. Außerdem gibt es eine Reihe internistischer Erkrankungen, die sich mit Problemen am Fuß manifestieren können.
In unserer Sprechstunde versuchen wir, nach einer ausführlichen Anamnese und Untersuchung ggf. mittels weiterer Diagnostik (Röntgen-, MRT-, CT-Untersuchungen), den Grund Ihrer Fußschmerzen zu analysieren und im Folgenden zu therapieren. Im Rahmen der konservativen Therapie arbeiten wir eng mit Orthopädietechnikern und Krankengymnasten zusammen, um Ihnen möglichst schnell eine optimale Versorgung anbieten zu können. Sollte eine operative Therapie notwendig werden, können wir die Eingriffe selber durchführen oder stehen Ihnen bei der Vermittlung in umliegende Krankenhäuser gerne beratend zur Seite.

Hallux valgus

Eine Hallux-valgus-Deformität des Vorfußes ist gekennzeichnet durch eine Fehlstellung des ersten Zehenstrahls. Die Großzehe weicht aufgrund einer Achsabweichung des ersten Mittelfußknochens dabei nach innen ab. Es entsteht eine meist schmerzhafte Schwellung auf der Innenseite des Großzehs. Aufgrund der veränderten Zehenstellung des ersten Strahls kommt es oft zudem zu einem „Konflikt“ mit der benachbarten zweiten Zehe.
Die Erkrankung betrifft vor allem Frauen (Verhältnis Frauen : Männer 1 : 9). Als mögliche Ursache gilt neben genetischen Faktoren auch das vermehrte Tragen von engem Schuhwerk.
Bei einer symptomatischen Hallux-valgus-Deformität sind die Möglichkeiten der konservativen Therapie begrenzt. Neben der Veränderung des Schuhwerks können spezielle Orthesen zur Stellungskorrektur verwendet werden. Zudem sollte die Fußmuskulatur gesondert trainiert werden. Bei ausbleibendem konservativem Therapieerfolg stehen eine Reihe verschiedener operativer Techniken zur Korrektur der Hallux-valgus-Deformität zur Verfügung.

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Metatarsalgie

Unter einer Metatarsalgie versteht man einen Vorfußschmerz unter den Mittelfußköpfchen 2-4. Grund der Entstehung einer solchen Erkrankung kann sowohl in strukturellen als auch biomechanischen Störungen des Fußes liegen. Nach genauer Untersuchung und Diagnostik steht vor allem eine ausschöpfende konservative Therapie im Vordergrund. Hierbei liegt der Fokus auf einer abstützenden Korrektur der Fußstatik mittels spezieller Einlagen bzw. einer orthopädischen Schuhversorgung. Bei ausbleibendem konservativem Therapieerfolg stehen eine Reihe verschiedener operativer Techniken zur Verfügung.

Kleinzehenfehlstellungen

Diese Deformitäten gehören zu den häufigsten Problemen, mit denen ein Patient eine Fußsprechstunde aufsucht. Meistens beklagen die Betroffenen einen schmerzhaften Konflikt zwischen der Zehe und dem Schuh. Oft entstehen schmerzhafte Schwielen aufgrund der Zehenfehlstellung. Unterschieden werden Krallen- und Hammerzehen, je nach Ort der Gelenkschädigung an der Zehe. Nach erfolgter Untersuchung und Diagnostik kann zwischen flexiblen und kontrakten Krallen- und Hammerzehen unterschieden werden. Je nach Schweregrad der Ausprägung der Zehenfehlstellung richten sich die Möglichkeiten der konservativen oder operativen Therapie. Häufig sind die Kleinzehenfehlstellungen kombiniert mit einer Hallux-valgus-Deformität oder einem Spreizfuß und müssen daher auch unter dem Gesamtaspekt des Fußes gesehen werden.

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Plantarfasciitis

Die häufigste Ursache eines Fersenschmerzes, an der ca. 10% der Bevölkerung mindestens einmal in Verlauf ihres Lebens leiden, ist die Plantarfasciitis. Auch hier liegt der Altersgipfel zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr mit signifikant höherem Erkrankungsrisiko des weiblichen Geschlechts. Die Erkrankung beschreibt eine chronische Entzündung mit Umbauvorgängen und fehlgesteuerter Bindegewebsheilung an der Fußsohle, direkt am Fersenbein ansetzend. Als ursächliche Faktoren zählen neben einer chronischen Überlastung Übergewicht, eine Fehlstellung des Rückfußes, muskuläre Dysbalancen des betroffenen Beines mit Verkürzung der Wadenmuskulatur und ein unzweckmäßiges Schuhwerk. Die Schmerzen treten vor allem morgens, nach längerem Sitzen und nach längerer Belastung auf. Nach einer ausführlichen Untersuchung kann ggf. mittels Röntgendiagnostik ein Fersensporn im Ursprungsbereich der Plantarfascie gefunden werden. Das Fehlen eines Fersensporns schließt jedoch die Erkrankung nicht aus.
Die Plantarfasciitis ist eine Domäne der konservativen Therapie. Diese kann allerdings sehr langwierig sein. Nur in sehr seltenen Fällen wird die Erkrankung bei therapierefraktären Schmerzen operativ behandelt.

Morton Neurinom

Ein stechender, brennender und plötzlich blitzartig elektrisierender Schmerz unter der Vorfußsohle kann Symptom eines Morton Neurinoms sein. Diese Erkrankung beschreibt eine Entzündung bzw. einen Umbau des Plantarisnerven, der im Zehenzwischenraum der 2./3. oder 3./4. Zehe verläuft. Diese Erkrankung betrifft vor allem Frauen im Alter zwischen dem 40. und 50. Lebensjahr. Nach einer ausführlichen klinischen Untersuchung ist ggf. eine Infiltration in den betroffenen Zehenzwischenraum sowohl Diagnostik als auch Teil der konservativen Therapie. Zudem kann eine MRT-Diagnostik des Vorfußes die Diagnose eines Morton Neurinoms sichern. Als Bestandteil der konservativen Therapie gibt es die Möglichkeit einer Einlagenversorgung bei gleichzeitigem Tragen von weitem Schuhwerk. Sollten diese Maßnahmen nicht anschlagen, gibt es die Möglichkeit, das Morton Neurinom in einem kleinen ambulanten Eingriff operativ zu entfernen.

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Achillodynie

Die Achillessehne stellt die Verbindung zwischen dem Fersenbein und der Wadenmuskulatur dar. Die Sehne kann sich aus unterschiedlichen Gründen entzünden. Zu unterscheiden sind Entzündungen am knöchernen Ansatz von denen im mittleren Bereich der Sehne. Typische Symptome sind ein stechender Anlaufschmerz und Nachbelastungsschmerz. Nach ausführlicher Untersuchung können sowohl Ultraschall-, Röntgen- und MRT-Diagnostik die Erkrankung dokumentieren. Bei der ansatznahen Entzündung der Sehne findet man nicht selten einen knöchernen Höcker (Haglundexostose) mit einer begleitenden Schleimbeutelentzündung als Ursache der Schmerzen. Bei der Diagnostik der Entzündungen im mittleren Bereich der Sehne liegen oft schon kleine Teilrisse mit einer Ödembildung der Sehne vor.
Insgesamt gibt es eine Reihe konservativer Maßnahmen, die zum Abklingen der Achillessehnenentzündung führen können. Neben einer Schuhzurichtung mit Fersenerhöhung stehen verschiedene Injektionsbehandlungen, anti-entzündliche Umschläge, Dehnübungen, Akupunktur und die Stoßwellentherapie zur Verfügung. Sollten diese Maßnahmen keinen durchschlagenden Erfolg haben, gibt es verschiedene Möglichkeiten einer operativen Therapie.

Sportverletzungen

Muskelverletzungen

Etwa ein Drittel aller Sportverletzungen in den beliebtesten Freizeitsportarten betreffen die Muskulatur. Diese Verletzungen werden oft unterschätzt, falsch interpretiert und nicht adäquat therapiert. Die Folge sind lange Ausfallzeiten in der Sportart und teilweise auch im Job.
In unserer Praxis können wir nach einer ausführlichen Anamnese und Untersuchung mithilfe einer Ultraschall- oder ggf. MRT-Untersuchung die Schwere der Muskelverletzung feststellen. Unterschieden werden hierbei Zerrungen von Muskelfaser- oder Bündelrissen bis hin zu Muskelverletzungen mit Sehnenbeteiligung. Abhängig vom Ausmaß der Schädigung wird dann eine gezielte Therapie eingeleitet.
Hierbei spielt der Zeitraum des Therapiebeginns eine wichtige Rolle – vor allem in den ersten Tagen nach einer Verletzung gibt es Möglichkeiten, mittels einer speziellen Infiltrationstherapie in die verletzte Struktur, den Reparationsprozess der Muskulatur positiv zu beeinflussen. Zudem kann eine intensive krankengymnastische Behandlung den Heilungsprozess der geschädigten Struktur und somit den schnelleren Wiedereinstieg in den Sport oder Job beschleunigen.
Besuchen Sie uns demnach schnellstmöglich nach einer Verletzung, denn dann ist eine bestmögliche Betreuung Ihrer Muskelverletzung möglich.

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Umknicktrauma des Fußes

Nicht nur im Sport, sondern auch im Alltag stellt das Umknicktrauma des Fußes eine häufige Verletzung dar. Je nach geschädigter Struktur können ohne eine fachgerechte Behandlung aus dem einfachen Umknicken des Fußes langwierige Probleme entstehen.
In unserer Praxis versuchen wir nach ausführlicher Anamnese und Untersuchung mittels geeigneter Diagnostik, die geschädigte Struktur zu lokalisieren und in der Folge adäquat zu therapieren. Eine Röntgenuntersuchung gibt uns Auskunft über mögliche knöcherne Verletzungen, wohingegen mit einer Ultraschalldiagnostik die Kapsel-Bandstrukturen darzustellen sind.
Als Erstmaßnahme ist meistens eine Ruhigstellung des Gelenkes mit einer geeigneten Schiene oder einer speziellen Orthese notwendig, um schnellstmöglich die lokale Schwellung und die daraus resultierenden immobilisierenden Schmerzen zu verbessern. In der Folge wird dann das Gelenk nach Abschwellen in einer Kontrolluntersuchung beurteilt. Ziel ist es nun, die volle Gelenkfunktion wiederherzustellen. Eine intensive krankengymnastische Beübung der verletzten Struktur kann hierbei hilfreich sein. Sollten weiterhin Gelenkbeschwerden vorliegen, kann eine weiterführende Diagnostik mittels MRT oder CT (hilfreich) notwendig werden.